Vor der Zeit der Karolinger, verloren die Könige allmählich an Macht, während diese auf die Hausmeier überging. Irgendwann setzte Pippin, der Sohn des Hausmeiers Karl Martell den letzten Merowingerkönig Childerich ab und erhob sich einfach selbst zum König. Um sein Reich zu stützen und um bei dem Volk als König angenommen zu werden, ließ er sich von einem Papst salben und verbündete sich mit Adligen, die ihm ein Militär zur Verfügung stellten. Nach seinem Tod, übernahm sein Sohn Karl die Herrschaft und die eigentliche Macht der Franken begann. 

 

Das Frankenreich hat sich über die Jahre immer weiter ausgedehnt. Anfangs als es noch germanische Stämme waren die jeweils von einem König geführt wurden, gelang es einem der Könige, dem Merowingerkönig Chlodwig alle anderen Stämme zu unterwerfen und ganz Gallien zu besetzen. Zur Zeit der Karolinger, um 750 nach Chr.  gehörten bereits Deutschland, Frankreich und später noch weite Teile Italiens zum Frankenreich.

 

Nun wurde das viele Land zum Problem für den König. Er musste irgendwie alles unter Kontrolle halten und oft war seine Anwesenheit irgendwo erforderlich. So begann also das Reisekönigtum. Darunter versteht man, dass der König von einem Ort zum nächsten reist, um alles zu besichtigen, entsprechende Befehle zu erteilen und Beziehung zum Volk zu pflegen. Diese Art der Regierung brachte jedoch auch Nachteile mit sich. Das Reisen in der Kutsche war oft unangenehm und gefährlich. Außerdem wurde die gastgebende Bevölkerung belastet, da sie für die Versorgung der Besucher aufkommen mussten. Das größte Problem war jedoch, das man oft am falschen Ort war, während irgendwo anders etwas passierte. 

Um es für den König so angenehm wie möglich zu machen wurden Pfalzen gebaut, Paläste in denen der König und die Hofgesellschaft während ihrer Zeit an einem Ort untergebracht wurden .Karl der Große hatte seine Lieblingspfalz in Aachen, die er auch ausbauen ließ.

 

Damit die Könige etwas entlastet wurden, vergaben sie Land an hohe Adlige und Geistliche z. B. Grafen, Herzöge und Bischöfe , die dieses für sie bewirten sollten .Als Gegenzug bekamen sie Schutz zugesprochen und die Bewohner des Landes waren ihnen untertan. Diese ,,Kronvasallen“, vergaben jedoch oftmals selber ihr Land an den unteren Adel und Klerus wie z. B. Äbte, Ritter und Dienstmannen. Diese ,,Untervasallen“ waren nicht dem König verpflichtet sondern ihrem Lehnsherrn. Dieses System nennt man Lehenswesen .

 

Außerdem vergab der König Ämter an grundbesitzende Adlige und teilte ihnen einen Bezirk zu, in dem sie für ihn Steuern und Abgaben eintrieben, Gericht führten und dafür sorgen sollten, das des Königs Gebote gehalten wurden .Diese ,,Helfer“ des Königs konnten allerdings auch eine Gefahr für ihn werden wenn sie sich gegen ihn verbündeten und Aufstände anzettelten. 

Ämter gab es auch am Hof wie beispielsweise den Mundschenk, mit der Aufgabe für die Getränke zu sorgen, oder der z. B. den Marshall der auf die Kriegsmacht achten sollte.