Es gibt viele verschiedene Gedichtformen, mit unterschiedlichen Merkmalen, Besonderheiten und Themen. Diese Formen unterscheiden sich natürlich in den Vorgaben von Versen und Strophen, aber auch oft im Sinn(wozu die Gedichtsform ursprünglich dienen sollte). Dies liegt daran, dass diese Versformen aus den unterschiedlichsten Nationen kommen und Gedichte deshalb sehr vielfältig ausfallen. Besonders bekannt sind hierbei Elfchen oder das japanische Haiku. Eine meiner Lieblingsformen für Gedichte ist allerdings das malaiische Pantum und in diesem Artikel erkläre ich wie es geschrieben wird.

Eine der wichtigsten Vorgaben eines Pantums ist, dass sich jede Verszeile wiederholen muss. Jedem Vers muss genau zwei mal ein Sinn gegeben werden, unabhängig vom ersten. Sie können also beispielsweise einen Satz irgendwo,z.B in der Bahn aufgreifen und aus diesem ein Pantum formen.

Hier sehen sie ein Beispielpantum von mir, an dem sie sich orientieren können. Die Zeilen sind nummeriert, so dass sie sehen können wie sich welcher Vers wiederholen muss.

Die Sterne leuchten in der Nacht (1)

Man sieht sie nicht am Tag (2)

Scheuen sie das Sonnenlicht?(3)

Lieben sie die Dunkelheit?(4)

Man sieht sie nicht am Tag(2)

Beschützer in der Nacht(5)

Lieben sie die Dunkelheit?(4)

Sie sind allein und doch in Gesellschaft(6)

Beschützer in der Nacht(5)

Sie reden nicht miteinander(7)

Sie sind allein und doch in Gesellschaft(6)

Still nebeneinander schauen sie hinab(8)

Sie reden nicht miteinander(7)

Die Sterne leuchten in der Nacht(1)

Still nebeneinander schauen sie hinab(8)

Scheues sie das Sonnenlicht?(3)

Ich hoffe ich habe ihnen geholfen und würde mich über Kommentare freuen 🙂